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Tipps zur Haltung von Kleinrex Kaninchen 

Zuerst eine kurze Info über Kaninchen: Alle Tiere, die als Haustiere gehalten werden, sind in der Regel Kaninchen, keine Hasen. Hasen sind eine andere Tierart und haben mit Kaninchen nichts zu tun. Kaninchen leben in Höhlen, (Feld-) Hasen nicht. Alle Tiere, die im Handel und beim Züchter erhältlich sind, sind Kaninchen, egal, ob sie 800 Gramm oder 8 Kilogramm wiegen. Umgangssprachlich werden oft schwerere Tiere als "Hasen" und leichtere als Kaninchen bezeichnet, das ist jedoch nicht der Fall, da alle Rassen aus dem Wildkaninchen herausgezüchtet wurden.

Häsin oder Rammler?

Aus meiner Erfahrung heraus verstehen sich am besten zwei Rammler, die zusammen aufwachsen und kastriert sind. Am zweitbesten eine Häsin mit einem kastrierten Rammlerl oder auch zwei Häsinnen, die zusammen aufwachsen. Auch Mutter und Tochter oder Mutter und kastrierter Sohn ist prima. Generell ist es bei Häsinnen so, dass sie während der Hitze (im Frühjahr etwa alle drei Wochen, den Rest des Jahres unregelmäßig, oft abhängig vom Wetter) unruhig sind und ihren Stallgenossen jagen. Deshalb ist es wichtig, dass der Stall groß genug ist, damit das andere Tier ausweichen kann. Da Kaninchen Gruppentiere sind, ist es nicht artgerecht, sie alleine zu halten. 

 

Kann ich die Kleinrexe im Freien halten?

Kleinrexe können problemlos im Freien gehalten werden, auch im Winter. Wichtig ist, dass sie genug Zeit haben, ein dichtes Winterfell zu bekommen. Das bedeutet, dass man ab etwa September/Oktober kein Kaninchen aus der Wohnung ins Freie als Daueraufenthalt ausquartieren sollte. 

Auch sollte der Stall ein Häuschen haben, wohin sich die Tiere bei Kälte zurückziehen können. Da sie mit ihrer Körperwärme das Häuschen wärmen müssen, sollte es nicht zu groß sein. 

So ein Häuschen kommt auch dem Fluchtinstinkt der Tiere entgegen. Sie werden sich bei Gefahr hinein flüchten. Deshalb ist es angebracht, das Haus ohne Boden zu bauen, damit man an die Tiere heran kommt.

Wie groß sollte der Stall sein?

Zur Stallgröße lässt sich sagen: Je größer, desto besser! Im Handel gibt es viele schöne Ställe, einige haben auch ein Freigehege.

Mindestgröße pro Tier: 70 x 75 cm. Was ich festgestellt habe: Ein erhöhtes Sitzbrett ist sehr hilfreich. Dadurch kann ein Tier dem anderen besser aus dem Weg gehen und der Stress wird reduziert.

Ist nasses Gras für Kaninchen gefährlich?


Wenn das so wäre, gäbe es keine Kaninchen mehr, denn was würden sie fressen, wenn es eine Weile regnet?
Seit über 30 Jahren füttere ich meinen Tieren im Sommer Gras, das auch mal nass ist, wenn es regnet. Meine Kaninchen hatten noch nie Probleme damit. Problematisch wird es erst, wenn nasses Gras länger gelagert wird, um nach und nach verfüttert zu werden. Dann beginnt es zu gären und kann Probleme bei der Verdauung machen. Ich würde es nicht länger als 24 Stunden lagern. Das gilt aber genauso für gemähtes Gras, in das es nicht geregnet hat, weil es auch gären kann. Ab wann es kritisch wird, gemähtes Gras noch zu verfüttern, hängt auch immer von der Außentemperatur ab. Fressen die Tiere angegorenes oder angefaultes Gras, können Darmprobleme auftreten, die je nach Schwere zum Tod führen können.

Brauchen die Kaninchen Kraftfutter?
Hobbytiere: Nein
Zuchtkaninchen: Ja
Wichtig ist, darauf zu achten, dass bei einer Fütterung mit Kraftfutter der Anteil an Heu/Gras nicht zu gering wird. Heu/Gras hat die nötigen Ballaststoffe, die die Tiere für eine normale und gesunde Verdauung brauchen.
Ich füttere meinen Kaninchen einen Esslöffel Kraftfutter morgens und einen EL abends. Dazu jeweils eine Handvoll Heu und etwas Frischfutter. Im Herbst oder bei Bedarf verdoppele ich die Menge an Kraftfutter, das mache ich von der Kondition der Tiere abhängig.